Archiv für September 2006

Oslo – letzter Tag

September 23, 2006

Donnerstag. Unser letzter Tag in Oslo.

Da Oslo nicht soo groß ist hatten wir uns entschieden das Hostel nicht für eine weitere Nacht zu buchen, sondern stattdessen schon am Donnerstag mit dem Bus zurück nach Schweden zu fahren. Dort wollten wir dann stattdessen auf halber Strecke am Vänern (deutsch: Vänersee) aussteigen und dort noch einen Tag bleiben. Zuvor standen aber noch einige wichtige Punkte in Oslo auf dem Programm. Nach dem Auschecken aus dem Hostel sidn wir zum Munch-Museum gewandert. Kurze Information dazu: Das Munch-Museum beinhaltet einen Großteil der Arbeit von Edvard Munch, unter anderem auch das berühmte „Der Schrei“. Vor einiger Zeit sind in einer für das Museum sehr peinlichen Aktion einige Bilder geklaut worden, darunter unter anderem „Der Schrei“. Deshalb peinlich weil die Diebe die Dinger einfach von der Wand genommen haben und rausspziert sind. ;-)

Die Bilder sind dann nach nicht allzu langer Zeit wieder aufgetaucht und das Museum hat sicherheitstechnisch etwas aufgerüstet. (Ich glaube mittlerweile lagern hier auch die norwegischen Goldreserven…). Am Eingang wird man von 3 Securitys durchsucht und die Sachen durchleuchtet. Dann kauft man ein Ticket mit Strichcode, mit welchem man dann die zweite Sicherheitslinie passieren kann, direkt zwei Glasschranken. Nachdem man sich mittlerweile im Eingangs- und Informationsbereich befindet, der von einer erhöhten Sicherheitsinsel aus überwacht wird, muss man nur noch 2 weitere Schranken passieren. Das am Eingang. Am Ausgang sind dann immerhin nochmal zwei Schranken mit Scanner dazwischen. Warum gerade der Eingang so überwacht wird ist mir auch nicht ganz klar… Aber zumindest verlässt den Laden bestimmt kein Dieb mehr lebend.

Danach längerer Fußmarsch zum anderen Ende der Stadt. (Dabei fiel erst auf welche riesigen Entfernungen wir am Vorabend auf der Suche nach einem Bier zurückgelegt hatten.)

Dort Besuch des Vigelandparks und Abhängen in der (tatsächlich) knallenden skandinavischen Sonne.

Somit hatten wir einen Großteil der klassischen Sehenswürdigkeiten Oslos besucht. Taschen im Hostel abholen, in den Bus einsteigen, Abfahrt. Nach 4 Stunden Ankunft in Karlstad, der „größeren“ Stadt nördlich des Vänersees, des drittgrößten Sees Europas. Wir kamen um 19:30 Uhr an und nahmen uns sofort ein Taxi, da wir die am Vortag gebuchte Jugendherberge noch vor 20 Uhr erreichen mussten.

Ca. 19:59 Uhr Ankunft am House on Haunted Hill…

Oslo – Tag 2

September 22, 2006

Der Mittwoch in Oslo:Der Mittwoch sollte unser Haupttag in Oslo werden und wir hatten einige Museen auf der Liste. Praktischerweise war das auch genau der einzige Tag an dem das Wetter nicht so perfekt war.

Zuerst Friedensnobelpreis-Museum. Sehr sehenswert. Wurde vor zwei Jahren erst erbaut und den Kern bildet ein riesiger futuristischer Raum mit einem Screen für jeden Friedensnobelpreisträger. Sensoren erfassen die Besucher und aktivieren die Screens je nachdem wo man sich gerade befindet. Das ganze Museum war sowieso sehr interaktiv und cool.

Danach sind wir (eher zufällig) zur Akershus Burg und Schloss gegangen. Die liegen auf einer Anhöhe im Hafen und man hatte einen ziemlich guten Blick über Oslo. Danach sind wir mit einem Boot durch den Hafen gefahren auf die der Altstadt gegenüber liegende Museumshalbinsel. Dort haben wir uns das Kon-Tiki Museum angeguckt. „Kon-Tiki“ war das Floß von Thor Heyerdahl, mit dem er von Südamerika auf die Pazifikinseln gesegelt ist und so bewiesen hat, dass schon antike Kulturen Austausch gehabt haben könnten. Ist eigentlich ziemlich bekannt, aber ich muss sagen, dass ich mich auch erst wieder sehr dunkel daran erinnert habe als wir drin waren.

Soweit unsere unglaublich große Kulturtour durch Oslo. Danach Rückkehr ins Hostel. Konsum von ungefähr 7 KiloNudeln pro Person. Nachdem diedrei Belgier am Morgen wieder abgereist waren fand sich unser neuer Roommate ein. Holländer, groß, dick, über 30. Nachdem wir schon gehofft hatten möglicherweise jemanden für unsere abendliche Partysession finden zu können war die Enttäuschung groß. Ich fand den Typ eigentlich erst ganz lustig als er mir erzählte, dass er schon oft Backpacktouren durch Thailand, Vietnam und andere Länder Südostasiens gemacht hatte. Allerdings fand er in Thailand besonders cool, dass er in einer Schlucht für Geld mit einer AK-47 rumballern konnte. Das kann er zu Hause nicht. Das ist sogar in Holland verboten. Aber wenigstens kann er da mit seinen beiden Lieblingspistolen rumballern. In dem Polizeischießstand, dessen Manager er ist. Nebenbei arbeitet er noch im Supermarkt für/mit/bei (?) seinen Eltern. Er sollte aber leider nur eine Nacht in dem Hostel verbringen. Am nächsten Tag wollte er weiterreisen nach Südnorwegen. Um sich mit jemandem zu treffen, den er im Internet kennengelernt hatte. Sie verbindet ein gemeinsames Hobby. Messer aus Blöcken importierten japanischen Stahls zu schmieden. Die hatte er im Rücksack.

Uuuund, der nächste bitte…

Wir sind dann alleine losgezogen in das vermeintliche Nachtlebenviertel von Oslo. Da haben wir aber leider nur einige Cafes gefunden, in denen Leute draußen saßen. Da wir praktischerweise ohne Karte losgegangen sind dauerte der kurze Trip durch das „Nachbarviertel“ mehrere Stunden und im Nachhinein stellte sich raus, dass wir einen sehr großen Teil von Oslo durchwandert hatten. Hippe Clubs und schniecke Bars ließen sich trotzdem nicht finden. Nur einen wie ich finde ziemlich geilen HipHop-Club, der direkt am Fluß lag und dschungelmäßig mit Bäumen überwuchert war. Der Club befand sich mitten in ansonsten alten verlassenen Industriegebäuden. Leider schien er ziemlcih hip zu sein und da wir unseren Hood-Look grade nicht an hatten haben wir gar nicht erst versucht reinzukommen.

Oslo Nightlife so far…

Zurück im Hostel trafen wir dann noch 2 englische Jungs, die vor dem Beginn ihres ersten Studienjahres noch eine große Radtour durch die Fjorde Norwegens gemacht hatten. Allerdings hatten wir dann keine Lust mehr nochmal mit denen wegzugehen.

So endete der Tag mit grade ausreichendem Wodka um die Nacht mit einem messerschmiedenden Halb-Ami im Zimmer verbringen zu können.

Oslo – Ankunft

September 21, 2006

Ok, zunächst mal habe ich sowohl die Bilder von der Kulturnatten als auch Bilder der Oslofahrt als auch von eigentlich allem hinzugefügt im Fotoalbum. (Nur für dich, Arndt…). Alles allerdings grade noch eher unsortiert.
Aber viiiel wichtiger: Ich war letzte Woche in Oslo. Dazu einige Ausführungen:

Wir hatten vor gehabt von Dienstag bis Samstag nach Oslo zu fahren. Obwohl wir diese Pläne erst am Wochenende zuvor konkret angegangen sind haben wir noch eine sehr günstige BUsfahrt mit Swebus-Express finden können. Dienstag Morgen um 7:25 Uhr also Abfahrt. Die Fahrt nach Oslo dauerte ungefähr 8 Stunden, was daran lag, dass der Bus die ca. 600 km aauf Pseudo-Autobahnen und Landstraßen eher langsam zurücklegte. Highlight war der Hamburger der mittags innerhalb von Minuten, eher Sekunden, bei einem Stop runtergeschlungen werden musste, da wir sonst in der schwedischen Pampa hängengeblieben wären. Ansonsten bin ich abgesehen von diversen Landschaftsbetrachtungseinschüben meinem Lieblingshobby nachgegangen: Schlafen. Zur Einfahrt in den Hafen von Oslo über eine höher gelegene Küstenstraße wurde ich gottseidank grade noch geweckt. Das Wetter war top und der Ausblick auch. Um kurz vor 4 dann Ankunft am Busbahnhof.

Taschen schleppen zum Hostel. Anmerkung an alle, die auch mal irgendwann nach Oslo wollen: Keine Jugendherberge nehmen! Die liegen alle ausserhalb und sind nicht günstiger als unser „Anker“-Hostel. Das ist quasi wie eine Jugendherberge, liegt aber mitten in der Stadt. Dennoch war das Taschenschleppen ziemlich ätzend, da wir als schlaue Füchse die Taschen mit Essen und Trinken vollgestopft hatten. Norwegen ist nämlich TEUER. Wenn einen Schweden (!) vor den Preisen warnen, dann glaubt man das… Und es stimmte. Eine Pizza und eine Cola kosten 20€. Und das nicht beim 3-Sterne Italiener, sondern am Pizzakiosk im Ghetto (in dem das Hostel lag, wenn man das so sagen kann in Oslo). Darum hatten wir ca. 87 Kilo Nudeln in verschiedensten Ausführungen mitgebracht und soviel Alkohol wie der norwegische Zoll zulässt. Pro Person 1 Flasche Schnaps und eine Flasche Wein. Naja, wir sollten ja nur einige Nächte dort verbringen.

Am ersten Tag haben wir uns dann den größten Teil der Altstadt bzw. inneren Innenstadt angesehen. Danach nur noch Nudeln und ein bißchen Wein mit den 3 Belgiern auf unserem Zimmer. Von denen natürlich auch einer Deutsch konnte (bald ERASMUS in Nürnberg)… (Falls ich es noch nicht erwähnt hatte, ich habe quasi aufgegeben hier irgendeine Sprache zu verbessern, da die Schweden nicht nur alle perfektes Englisch können, sondern sogar noch ein Teil Deutsch in der Schule gelernt hat…). Da wir aber sowieso von der Fahrt kaputt waren hat uns der ruhige EM-Abend nicht gestört.

Achja: Das Hostel war ziemlich gut. Küchenecke und eigenes Bad in jedem 6-Bett-Zimmer. Deshalb aber leider kein Gemeinschaftsraum.

To be continued…

(Last EM-edited at 13:13 MEZ)

Kulturnatten

September 11, 2006

Bevor ich zum eigentlichen Thema komme: Ich war eben beim Friseur. Und da in Schweden alles teuer ist bin ich zum billigsten gegangen. Fehler. Die Friseuse atmete so als hätte sie mindestens drei verschiedene Vogelgrippeerreger und zitterte so als wenn ihre letzte Spritze schon 10 Stunden zurückliegen würde. Hat mich immer besonders gefreut wenn sie an meinem Ohr rumgeschnippelt hat. Achja: Mittendrin hat sie sich dann selbst geschnitten und ein Pflaster draufgeklebt. Ein „Pflaster“. Ein Stück wweißes Klebeband um genau zu sein… Auf die Gefahr hin schwul zu wirken habe ich mich grade 10 Minuten dekonterminiert.

Aber eigentlich wollte ich von der Kulturnatten (Kulturnacht) am Samstag in Uppsala berichten. War so eine Art Nacht der offenen Museen, nur dass gleichzeitig so eine Art Stadtfest war und ungefähr dreimal so viele Leute in der Innenstadt waren wie meiner Schätzung nach überhaupt in Uppsala leben.

War auf jeden Fall ganz lustig. Wir waren im Universitätsmuseum. Das das älteste Gebäude der Universität Uppsala ist und damit das älteste Universitätsgebäude ganz Skandinaviens.

Danach wurde im Schlosspark von einer Gruppe Waldorfschüler (!?!, gibts anscheinend auch in Schweden ;-) ) Feuerspiele gezeigt zu denen wir ganz souverän exakt in dem Moment kamen, als sie vorbei waren… Da der Schlossgarten leicht überfüllt war haben ihn danach die meisten über Mauern und Zäune verlassen.

Wirklich nicht schlecht waren die 5 Kurzfilme die danach in einem Kino gezeigt wurden. Schwedisch (ich spreche es immer noch nicht…) mit englischen Untertiteln (wenn ich Glück hatte). Der letzte war dann ein nicht ganz unbekannter deutscher Kurzfilm: … Staplerfahrer Klaus ;-) (schien den Schweden zu gefallen)

Durch Zufall bin ich danach noch auf ein Swingkonzert geraten, bei dem wir neben einem älteren Typen sassen, der aussah als hätte er die anonymen Alkoholiker gegründet… Später stellte sich heraus, dass er Italienischprofessor war und ca. 15 Sprachen sprach. Die anonymen Alkoholikerhatte er glaube ich trotzdem gegründet… War aber ganz interessant.

Einige Bilder davon stehen auf

http://www.flickr.com/photos/xanderharris85/

Noch ein Tip zum Schluß: Marcos Blog aus New York

http://marcospr.blogspot.com

Die Bilder von seinem Zimmer sind echt nicht schlecht… ;-)

Andere Blogs

September 6, 2006

Hier ein paar Links zu anderen Blogs bzw. Seiten:

Ernst Moritz rockt meine Nachbarschaft:

http://www.arndtinstockholm.blogspot.com/

Flo im französischen Pendent zu Garching:

http://florianparis.blogspot.com/

Keule in Südafrika, Oberkeule in Madrid: (noch kein Inhalt, sind beide noch nicht da)

http://www.biberchecker.de.vu/

Christian in London:

http://boson.bo.funpic.de/

Felix´Amerika-Trip:

http://fotos.web.de/mackenroth.f/USA_-_Sommer_2006

Markus (Stürmlinger) in Uppsala:

www.dermarkus.whereareyou.net

Schlechtes Gewissen essen Seele

September 3, 2006

Ich bin seit 2 Wochen in Schweden und ich spreche noch kein Wort Schwedisch!

Dass ich seitdem noch nichts in dieses Blog geschrieben habe kann ich ja noch so gerade mit mir vereinbaren, aber dass ich noch kein Schwedisch spreche NICHT!

Auf schmerzliche Weise aufgefallen ist mir das gerade wieder, als ich in der Küche meinen schwedischen Mitbewohner getroffen habe. Der übrigens ein Seelenverwandter zu sein scheint… Wir standen gerade beide um 4 Uhr in der Küche um Frühstück zu machen, nachdem wir den ganzen Tag geschlafen haben… bei ihm Spaghetti, bei mir Pizza…

Es ist aber auch sehr verführerisch hier die Sprache nicht zu lernen. Ein Großteil der ERASMUS Studenten spricht Deutsch und der Rest Englisch. Und JEDER Schwede spricht sowieso besser Englisch als ich. Die einzige Person der ich bisher begegnet bin die kein perfektes Englisch sprach war ein südländisch aussehender Kioskbesitzer…

Ich hoffe der Sprachkurs beginnt bald…

die ersten Fotos online…

September 2, 2006

Ok, nachdem ich immer noch zu faul war die ersten Reiseberichte zu verfassen habe ich es zumindest geschafft die ersten Fotos online zu stellen.

Btw: Handy-PC Kommunikation funktioniert NIE, bzw. immer nur beim ersten Mal, oder? Nachdem die Änderung von… NICHTS bewirkt hatte, dass ich keine Handyfotos mehr auf den PC laden konnte, hat es etwas gedauert bis mir ein überteuerter Bluetooth USB Adapter das wieder ermöglicht hat.

Auf

http://www.flickr.com/photos/xanderharris85/

stehen jetzt die ersten Fotos aus Schweden. Die Fotos sind von schlechter Qualität, ungeordnet und zeigen nur Schnappschüsse. Aber viel Spaß beim Angucken! ;-)

Das Uppsala-Blog von Timo findet sich hier:

http://www.timo-uppsala.blogspot.com