Kein Alkohol ist definitiv auch keine Lösung. Da Alkohol sowieso mein Lieblingsthema ist und ich eben damit konfrontiert wurde, heute: Alkohol in Schweden.
In Schweden kann Alkohol nicht von jedem verkauft werden. Um dem Missbrauch vorzusorgen, wie der Staat sagt, hat der Staat ein Monopol auf den Alkoholverkauf. Im Supermarkt darf nur „Bier“ mit 2,8% oder 3,5% verkauft werden. Das schmeckt dann nicht nur schlecht, sondern verfehlt auch vollkommen seine Wirkung, es sei denn man trinkt es in extrem rauen Mengen. Auch das ist aber schwierig, da der Geschmack wirklich nicht so der Reißer ist… Richtiger Alkohol darf nur in staatlich kontrollierten „System Bolaget“s verkauft werden. Diese Läden gibt es dann in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen. Uppsala als viertgrößte Stadt Schwedens hat glaube ich 4 oder 5 davon. Da diese Läden allerdings nicht den Gesetzen des freien Marktes folgen machen sie einfach mal um 15 Uhr nachmittags zu, also ungefähr dann wenn die erste Palette leer ist und man Nachschub holen gehen möchte… Angeblich müssen sie einem jedes Bier das man haben möchte importieren, da sich der Mangel an Marktfreiheit nicht auf die Auswahl auswirken soll. Ein prickelndes Krombacher zu importieren habe ich aber trotzdem noch nicht versucht, da das wahrscheinlich nicht wirklich billig wäre. Ansonsten muss man aber sagen, dass die Auswahl eigentlich schon sher groß ist, vor allem bei Wein. Die Preise für Alkohol sind hier unglaublich hoch (man bekommt keine Flasche Wodka unter 20€) und in den Kneipen ist der Alkohol noch viel teurer (ein Bier ca. 5€). Der letzte Zufluchtsort für Studenten sind deshalb die „Nations“ (ich werde später mal darüber berichten).
Auf jeden Fall musste ich heute um viertel vor drei noch schnell Einkäufe für Silvester und den kommenden Kiruna-Trip für mehrere Personen organisieren. Dumm zu denken, durch den Laden in der Innenstadt würde nur eine Hand voll Personen auf der Suche nach einem Wein durchforsten. Der Laden war GRANATENvoll! Die Schlangen an jeder Kasse reichten bis zum Ende des Ladens und auch dazwischen war es voll. Am Eingang des Ladens stand ein Sicherheitstyp, der die Schlange vor dem Laden langsam reingehen ließ (das ganze erinnerte ganz klar an alte Ost -Verhältnisse, aber ich glaube die Sicherheitstypen davor gabs noch nichtmal da. „Du kommz hia net rein!“ „..Abo isch häb doch ne Esensmorge!“).
Da ich heute auch gelernt habe Bilder ins Blog zu stellen, hier zwei Bilder aus dem System Bolaget…
… und hier ein Video von der Schlange:
[http://www.youtube.com/watch?v=ZiWB2bRzBMc]
(bis jetzt anscheinend Problem mit dem Youtube Upload. Ich hoffe, dass das Video noch erscheint.)
-Video rausgenommen. Keine Ahnung, warum das nicht ging-
Das kommt auf jeden Fall davon ihr Kommunisten!

